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Hexenzauber - Werkzeug der Hexe

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Zwischen Hellseherei, Kräuterkunde, Heilung und Zauber

Heilsteine

Hexenzauber

Hexe und Zauber, diese Begriffe haben zusammengefunden, weil dem Außenstehenden unverständlich erschien, welches Wissen und Erfahrung um die Anwendung von Kräutern nötig war. In den unaufgeklärten Zeiten war man nur zu schnell bereit, die Heilung einer mysteriösen Krankheit mit übernatürlichen Mächten in Verbindung zu bringen. Hexen und Hexer kennen die Pflanzen und die zauberritualWirkungsweisen, und folgen den Gesetze der Natur in ihrem natürlichen Rhythmus: Das Sammeln von Heilpflanzen war schon immer die Grundlage erfolgreicher Hexenarbeit. Hexe und Hexer besitzen spezielles Wissen, und wurden in früheren Zeiten ihrer  Erfahrungen wegen als Heilerinnen bei Krankheiten und Geburten herbei gebeten. Der Hexenzauber oder die Hexenmagie beruht auf der Kenntnis von Natur  und Leben, Hexenzauber ist der Einsatz von der Auswahl der richtigen Kräuter oder Wurzeln, Blüten oder Samen, gemeinsam mit dem Aufrufen der  magischen Machte. Die magischen Kräfte können dem Begehr nach der gewünschten Wirkung Nachdruck verleihen, sie sind in der Lage, die Wirkung eines Rezeptes zu einem hochwirksamen Hexenrezept zu steigern. Die hoch spezialisierten, empfindsamen Hexen und Hexer, die sich den Blick für Zusammenhänge erworben haben, die entsprechende Studien betrieben haben um die Substanzen - und die Zeit und Art der Anwendung - zu Erforschen, die mit magischen Kräften Kontakt herstellen und dieses Wissen zum Wohle der Menschheit anwenden, können Bewirken, dass empfindliche Menschen von ihren Krankheiten dauerhaft geheilt werden.

Zauberrituale: Glück, Liebe und Schönheit

Glückszauber, Schönheitszauber und Liebeszauber sind die Zaubersprüche, die von der Hexe am häufigsten erfleht wurden und werden. Diese Wünsche sind nicht mit Kräutern allein zu erfüllen. Immer müssen bei diesen Ritualen bestimmte magische Kräfte magisches ritualhexeeinbezogen werden. Ein solcher Zauber kann nicht auf eine Person allein angewandt werden. Die Voraussetzungen in der Natur, in der Zeit und in den Personen sind entscheidend für ein Gelingen dieser Wünsche. Sommersonnenwende, Tagundnachtgleiche und Wintersonnenwende sind nicht nur Hexenfeiertage, sondern an diesen Tagen entfalten die Beschwörungen besondere Kräfte. An diesen Tagen ist die benötigte magische Unterstützung leichter zu kontaktieren. Die Wünsche zur Mittsommernacht werden begleitet von Tanz- und Sing-Ritualen. Zu den Werkzeugen der Hexen gehören Zauberstäbe, Räucherschalen, Kelche, Ruten, Karten und der Hexenaltar. Jeder spezielle Zauber, jedes Ritual erfordert die dafür geeigneten Hilfsmittel, um die notwendigen magischen Kräfte entfalten zu können. Diese erprobten Rituale sollen die Kräfte sensibilisieren, die den Menschen umgeben, der die Anwendung wünscht, um diese Energien zur Unterstützung zu nutzen.

Hexenzauber, Hexenpflanzen und Zauberrituale

Hexenkräuter
Die meisten der so bezeichneten Hexenpflanzen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Zu diesen Hexenkräutern zählen Pflanzen wie die das Bilsenkraut, die Christrose, der Eisenhut und die Tollkirsche. Eine Große Anzahl der Nachtschattengewächse entfaltet ihre Kraft in einem bestimmten Stadium. So sind die unreifen Kartoffeln und Tomaten für den Verzehr nicht geeignet, als Lieferanten für Pflanzenwirkstoffe jedoch im richtigen Stadium.

Weiße Christrose

Hexenkräuter, Wirkung der Pflanzen

Hexe MagieraDie Nachtschatten-Gewächse wurden zur Herstellung der wirkungsvollen Hexensalben verwandt. In dieser Form - gebunden im Öl von Johanniskraut - war die Substanz lange haltbar, und geeignet, die Wirkstoffe schnell über die Haut in das Blut abzugeben. Die Salben wurden besonders an den zum Herzen leitenden Blutgefäßen wie Hand- und Fußgelenken und an der Halsschlagader aufgetragen. Diese Pflanzen enthalten Alkaloide, Skopolamin oder Atropin und haben dadurch halluzinogene Wirkungen: sie rufen Träume oder veränderte Körperwahrnehmungen hervor. Diese Wahrnehmungen richten sich nach der persönlichen Ausrichtung des Anwenders: bei ängstlichen Menschen kann die Angst gesteigert werden, bei mutigen Menschen kann es zu erheblichen Selbstüberschätzungen der eigenen Kraft und Möglichkeiten kommen. Häufig wird auch eine völlige Losgelöstheit, wie das Gefühl des Fliegens hervorgerufen. Die im Winter blühende Schattenpflanze Weiße Christrose und der Fliegenpilz sind neben dem Mutterkorn die ältesten halluzinogenen Pflanzen. Die Pflanzen-Wirkung wurde über das Blut aufgenommen, indem sie mit Ölen gemischt zu einer Hexensalbe verarbeitet und auf die Haut aufgetragen wurden.

Aphrodisiaka oder Aphrodisia

Diese Pflanzen werden auch als Aphrodisiakum genutzt, die aphrodisierende Wirkung wird hier - anders als bei chemischen Präparaten - über die Steigerung der erotischen Phantasien erzeugt. Ein Aphrodisiaka oder in einer anderen Schreibweise Aphrodisia wird als Lustanregendes Mittel bezeichnet. Die griechische Liebesgöttin Aphrodite stand für diesen Namen Patin. Das Nachtschattengewächse Alraune wurde seit Aufzeichnung der Geschichte als Aphrodisiakum genutzt, von einem Gebrauch ist allerdings strengstens abzuraten. Die giftigen Alkaloide wie Atropin und Scopolamin forderten viele Todesopfer in der Geschichte dieser Pflanze als Aphrodisiakum.

Wie wirken Aphrodisiaka?

Aphrodisiaka bzw Aphrodisia unterscheiden sich vom Grundsatz von potenzfördernden Mitteln. Diese aphrodisierenden Substanzen regen die Sinnlichkeit und das Lustempfinden an, sind also gleichermaßen für Frauen und Männer wirksam. Jede Kultur hat für sich eigene Substanzen mit erotisierender Wirkung entdeckt. So entdeckten die Azteken die aphrodisierende Wirkung der Kakaobohne und entwickelten die Speise der Lust: die heutige Schokolade. Im Orient zählt Kardamom zu den beliebtesten Gewürzen mit lustanregender Wirkung, die ätherischen Öle sind bei dieser Würzpflanze verantwortlich für die aphrodisierende Wirkung. Zu allen Zeiten gab (und gibt es) Bewirtungsstätten, die "Rezepte der Liebe" zu ihren Spezialitäten zählten und zählen. Die mit dem richtigen Wissen zubereiteten Speisen sind anregend für den Körper, die Seele und den Geist. Viele dieser aphrodisisch wirkenden Kräuter, Wurzeln und Blüten rücken wieder in den Vordergrund. Die sinnliche Komponente des Würzens wird besonders von Spitzenköchen und noblen Restaurants forciert, Kochbücher legen alte Liebesrezepte wieder auf, und Tees und Liköre aus aphrodisierenden Pflanzen werden angeboten.

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